Hochzeitsreportage – Tipps für schöne Hochzeitsfotos

Was bedeutet der Begriff Hochzeitsreportage

Häufig spricht man von einer Hochzeitsreportage, wenn man eine mehrstündige Begleitung einer Hochzeit meint. 

Der Begriff Reportage kommt aus dem Journalismus. Und ist von dem lateinischen Wort “reportare” abgeleitet. Der Begriff wird mit berichten oder melden übersetzt. Im Journalismus ist die Reportage eine Nachrichtenform, in der man direkt bei einem Geschehen dabei ist und darüber anschaulich berichtet. Man geht sozusagen nah an das Ereignis oder die Personen ran. Und berichtet nicht aus der Entfernung, wie z.b. von einem Schreibtisch aus.

Wenn man das jetzt auf die Hochzeitsreportage überträgt. Dann ist die Hochzeitsreportage eine anschauliche Berichterstattung einer Hochzeit, bei der man live und hautnah dabei ist.

So das ist ja erstmal schön und gut, aber was genau macht ein Hochzeitsfotograf bei einer Hochzeitsreportage und was für Bilder bekomme ich als Brautpaar. Oder anders gefragt, welchen Nutzen habe ich als Brautpaar von einer Hochzeitsreportage?

Hochzeitsreportage bei Frankfurt

Die Hochzeitsreportage als Kunstform

Den größten Nutzen, den ich als Brautpaar von einer Hochzeitsreportage habe, sind die vielfältigen Momente die eingefangen werden. Darüberhinaus bekomme ich viele Bilder von meinen Gästen, die ebenso ein wesentlicher Bestandteil einer Hochzeit sind. Und ich habe die Möglichkeit mehrmals am Tag gestellte Hochzeitsbilder zu machen.

Was sind Momente ?

Wir als Hochzeitsfotografen sprechen bei einer Hochzeitsreportage gerne von Momenten. Momente sind flüchtige kleine Szenen, manchmal sehr unscheinbare, manchmal wunderbar großartige Momente. Aber es sind flüchtige Momente, die nicht wiederkehren. Eine Träne, die einem über die Wange läuft, der verliebte Blick zwischen zwei Menschen, eine sanfte Berührung, oder die wilde Ausgelassenheit beim Tanzen. Auf einer Hochzeit passiert so vieles. Und diese Sammlung an Momenten, an flüchtigen Momenten gilt es zu verewigen. Meistens werden gerade diese Momente viel zu schnell vergessen. Dabei ist doch eine Hochzeit so ein großartiges und einschneidendes Erlebnis. Die Momente die ein Hochzeitsfotograf bei einer Hochzeitsreportage einfängt, werden zu euren neuen bleibenden Erinnerungen. 

Den Satz müsst ihr euch nochmal vergegenwärtigen. Die vielen verschiedenen kleinen und großen Geschehnisse auf eurer Hochzeit werden irgendwann verblassen. Eure Hochzeitsbilder werden nun zu eurer neuen Erinnerung werden. Und damit kommen wir nun dazu was ein Hochzeitsfotograf können muss. Denn ihr wollt ja schöne und vielfältige Erinnerung durch ansprechende Hochzeitsbilder haben.

Hochzeitsreportage in der Schweiz

Was zeichnet einen guten Fotografen bei einer Hochzeitsreportage aus.

Ihr als Brautpaar denkt vermutlich, ein Hochzeitsfotograf knipst den ganzen Tag nur rum. Das kann doch genauso gut ein Freund oder Bekannter von mir machen. So bekomme ich dann auch Bilder wie bei einer Hochzeitsreportage. 

Das stimmt aber nicht. Es ist vorallem die Erfahrung die zählt. Es ist ein großer Unterschied, zwischen einer Handvoll Hochzeiten, oder wenn man mehrere hundert Hochzeiten fotografiert hat. Man weiß einfach wo man zu stehen hat. Man erahnt Momente im Voraus, und man weiß wie man Lichtbedingungen zu seinem Vorteil nutzen kann. Im Laufe der Zeit bekommt man es mit einer Vielzahl an schwierigen Lichtsituationen, Wetter oder sonstigen Randbedingungen zu tun. Und lernt diese zu meistern. Darüberhinaus lernt man intuitiv Bilder zu gestalten. Das funktioniert nicht, wenn keine Erfahrung da ist. Ehrlich gesagt, habe ich selbst vor ein paar Jahren noch nicht wirklich gewusst was es bedeutet eine gute Hochzeitsreportage abzuliefern. 

Ein unerfahrener Fotograf jagt Momenten hinterher, ist mal da und dort und knipst viel drauflos, oder drückt nicht bei den entscheidenden Momenten auf den Auslöser. Ein Hochzeitsfotograf mit Erfahrung wartet ab und ist zu den entscheidenen Momenten an der richtigen Stelle. Dies bringt vorallem auch die nötige Ruhe in einen Hochzeitstag. Denn es ist viel entspannter für euch, wenn ihr einen Fotografen an eurer Seite habt, der ruhig und gelassen agiert und nicht hektisch wird.

Hochzeitsreportage Seehotel Niedernberg

Was macht ein gutes Hochzeitsreportagebild aus

Es gibt drei Faktoren, die ein Bild perfekt machen. Das ist eine stimmige Bildkomposition, ein schönes Licht, und der entscheidende Moment. Es ist nicht möglich über den ganzen Tag nur Bilder zu machen, die diese drei Faktoren in einem Bild vereinen. Aber im Nachhinein, sind es meist genau die Bilder, die bei euch den bleibendsten Eindruck hinterlassen. 

Aber allen voran ist der Moment das alles entscheidende Kriterium. Denn gute Bilder leben von Emotionen. Ein Bild ist genau dann gut, wenn es irgendeine Art von Emotionen in euch hervorruft. Deswegen ist das Fotografieren der entscheidenden Momenten enorm wichtig. Ein schönes Licht oder eine gute Bildkomposition wird dich nicht zum Lachen oder Weinen bringen. Aber Menschen, die Emotionen zeigen, werden auch in dir Emotionen hervorrufen. Insbesondere, wenn du diese Personen kennst und sie dir was bedeuteten.

Ich selbst fotografiere Hochzeitsmomente sehr intensiv. Da kann es schonmal vorkommen, dass ich in einer Szenerie 50-100 Bilder mache. Das ist kein sog. spray and pray. Mir persönlich ist es aber enorm wichtig, daß ich genau den Richtigen, den wirklich allerschönsten Moment eingefangen habe. Ich habe früher gedacht, je länger ich diesen Job mache, desto weniger Bilder werde ich machen. Aber es ist genau andersherum. Je länger ich das mache, desto mehr Bilder mache ich bei einer Hochzeit. Denn mir sind die entscheidenden Momente bei einer Hochzeitsreportage enorm wichtig. Und ich mache mir die Arbeit, das ich genau das erreiche. Damit ich euch als Brautpaar die allerbesten Hochzeitsbilder überreichen kann. 

Hochzeitsreportage und Hochzeitstanz

Wie fotografiert ein Fotograf bei einer Hochzeitsreportage

Ich kann natürlich jetzt nur für mich sprechen. Ich für meinen Teil greife bei einer Hochzeitsreportage nicht ein. Sondern nehme Momente so auf wie sie entstehen. Ihr müsst euch also keine Sorgen machen, dass ich euch an eurem Hochzeitstag unnötig dirigiere. Ich gebe euch nicht vor, wie ihr euer Kleid anziehen sollt, oder wie ihr eure Weste zuknöpft. Ab und zu gebe ich Hinweise, macht es besser dort oder da, einfach weil ich merke das dort das Licht besser ist. Natürlich aber immer nur in solchen Szenen, wo es geht. Ihr müsst keine Angst haben, ich werde in der Kirche nicht sagen, küsst euch besser dort, weil dort der Lichteinfall schöner ist.

Eine Ausnahme bilden da natürlich die gestellten Aufnahmen. Die Brautpaarportraits oder die Familienbilder. Da bin ich es, der euch vorgibt und anleitet, was ihr tun sollt.

Grundsätzlich bin ich bei der Hochzeitsreportage oft in eurer Nähe. Durch meine ruhige Art verschmelze ich mit eurer Hochzeitsgeselschaft und werde ein Teil eurer Hochzeitsfeier. Ich bekomme an einer Hochzeit von den Gästen immer wieder gesagt, dass ich so angenehm unaufdringlich und unauffällig war, aber dennoch immer präsent. Das ist natürlich auch für eure Gäste immens vorteilhaft, da sich keiner bedrängt fühlen muss.

Hochzeitsreportage in Mallorca

Die Hochzeitsreportage – der Tag der Hochzeit.

Grundsätzlich kann man den Tag einer Hochzeitsreportage in mehrere Bereiche unterteilen. Die Brautvorbereitungen, die Trauung, der Sektempfang, die Brautpaarportraits, das Essen und die Party.

Im folgenden möchte ich kurz auf die Bereiche eingehen. Und euch gleichzeitig noch ein paar Hinweise mit auf den Weg geben, auf die ihr selbst achten könnt.

Alle meine Brautpaare bekommen von mir einen sogenannten light guide, indem ich ausführlich über das Licht und seine Wirkung auf einzelne Abschnitte des Hochzeitstages eingehe. 

Hochzeitsreportage in der Pfalz

Die Vorbereitungen und das Brautstyling

Das Brautstyling ist eine wunderbare Möglichkeit mit der Hochzeitsreportage zu beginnen. Dabei gewöhnt ihr euch daran, dass ein Fotograf anwesend ist. Denn dieser Zeitpunkt ist noch am entspannendsten und noch nicht so offiziell. Hierbei ist es am schönsten, wenn ich mit natürlichem Licht arbeiten kann. Oftmals komme ich in die Getting ready Location, und alle Lichter im Raum sind an. Obwohl das meist nicht nötig wäre. Tageslicht und künstliches Licht vertragen sich nicht gut. Es herrscht ein sogenanntes Mischlicht, mit zwei oder mehreren Lichttemperaturen, je nachdem welche Lichtquellen ich in einem Raum habe. Tageslicht, Glühlampen oder LED Lampen haben ganz unterschiedliche Farbtemperaturen. Dieses Mischlicht erzeugt keine guten Hauttöne. Außerdem sorgt es für merkwürdige Schattenverläufe auf eurem Gesicht. Da das Licht aus unterschiedlichen Richtungen kommt. Eigentlich auch kein empfehlenswertes Licht für die Stylistin. Deswegen positioniert euch in Fensternähe, und lasst die Beleuchtung im Raum aus. Sorgt für einen Kleinen Tisch, auf dem die Stylistin ihre Sachen ausbreiten kann. Auch ein großer Spiegel ist vorteilhaft. 

Übrigens nutze ich beim getting ready auch gerne Blitz, um diverse Effekte zu erzeugen. Damit ich eine schöne Abwechslung in euren Bildern erzielen kann.

Weiterhin sind die Brautvorbereitungen auch ein guter Zeitpunkt für Detailaufnahmen eures Kleides oder der Brautschuhe.

Hochzeitsreportage Brautstyling

Die Trauung

Kirche oder freie Trauung. Es gibt keine Argumente die eindeutig für das Eine oder Andere sprechen. Ihr macht das so, wie ihr es am besten findet. 

Bei einer freien Trauung solltet ihr wenn es möglich ist, darauf achten dass ihr nicht direkt in die Sonne schauen müsst. Das kann zu zusammengepetzten Augen führen. Auch wäre es ungünstig, wenn einer vor euch direkt in der Sonne sitzt, und der Andere im Schatten. Eine Kirche dagegen hat den Vorteil, dass die Lichtverhältnisse gleichmäßig sind. Aber meist haben wir wieder Mischlicht. Da es aber hier nicht vornehmlich darauf ankommt close ups von euch zu erstellen, ist dies nicht problematisch. Ansonsten konzentriert euch einfach auf euch und geniest die Trauung, haltet Händchen, werft euch Blicke zu, etc. Beim Ringwechsel ist es schön, wenn ihr ein Trauversprechen habt. Das gibt mir beim Fotografieren mehr Zeit euch und den Ringwechsel aus mehren Position einzufangen. Genauso auch beim Kuss, ein kurzer Schmatzer ist schwierig zu fotografieren. Deswegen küsst euch ruhig lang und ausgiebig. Denn das erwarten auch eure Gäste.

Meine Brautpaare bekommen von mir einen ausführlichen Wedding guide, indem ihr noch viel mehr Hinweise für schöne Hochzeitsbilder findet.

Hochzeitsreportage Trauung

Sektempfang etc.

Lasst den Sektempfang und die Gratulationen am besten draußen stattfinden. Zum einen haben wir da das bessere Licht, aber auch den meisten Platz. Es ist bei einer Hochzeitsreportage immer vorteilhaft, wenn man Platz hat. Für mich als Fotograf ist es eine gute Möglichkeit viele Bilder von euren Gästen einzufangen. Schöne natürlich Momentaufnahmen. Lasst euch aufs herzlichste gratulieren, geniest diese Momente, sprecht mit euren Gästen und lasst euch feiern. Dabei entstehen viele schöne natürliche Bilder von lachenden Menschen. Und was gibt es schöneres, wenn ihr nach eurer Hochzeit seht, wie gut alle gelaunt waren. Das sind bleibende Erinnerungen für euch. 

Hochzeitsreportage Gratulationen

Das Brautpaarshooting

Auch ein Fotoshooting ist ein Bestandteil einer Hochzeitsreportage. Ich visiere meist so eine Stunde an. Dieser Zeitrahmen ist ausreichend für schöne Hochzeitsbilder und nicht so lange, dass eure Gäste das Gefühl haben, auf euch warten zu müssen. Lest mehr zu meiner Empfehlung wieviel Zeit für Hochzeitsfotos einplanen. Ich werde auch später am Tag noch versuchen, das ein oder andere Hochzeitsportrait mit euch zu machen. Einfach dann wenn ich bei tief stehender Sonne interessante Lichtbedingungen entdecke. Aber keine Angst, das kostet nur wenige Minuten. Mehr dazu findet ihr in meinem Beitrag: Wann ist die beste Zeit für Hochzeitsfotos. 

Hochzeitsreportage und Hochzeitsportraits

Das Abendessen

Jetzt beginnt in der Hochzeitsreportage der etwas ruhigere Abschnitt. Was aber nicht bedeutet, dass ich wenig zu tun habe. Ich nutze die Zeit um erneut Bilder eurer Gäste zu machen. Natürlich nur, wenn gerade nicht gegessen wird. Desweiteren kümmere ich mich um Details, wie eure Hochzeitsringe. Außerdem plane ich zu diesem Zeitpunkt bereits, ob und wo ich Bilder bei Sonnenuntergang machen kann oder eventuelle Portraits im Dunkeln. Meist finden dann zwischen den Gängen noch irgendwelche Reden, Präsentationen oder Spiele statt. Also wieder schöne Hochzeitmomente.

Hochzeitsreportage am Abend

Eröffnungstanz und Party

So und jetzt beginnt der ausgelassene Teil. Ich liebe es, den Eröffnungstanz und die Party zu fotografieren. In der Hochzeitsreportage ist es oftmals ausreichend den Eröffnungstanz und die erste halbe Stunde bis Stunde danach zu fotografieren. Man kann dann innerhalb kürzester Zeit viele schöne ausgefallene Partybilder machen. Je länger man dabei ist, desto ausgelassener werden die Bilder. In der Regel beschließe ich meine Hochzeitsreportage mit einem Abschlussbild im Dunkeln, die dann nochmal ganz was anderes und besonderes sind.

Hochzeitstanz

Hochzeitsreportage – portraitreportage

Habt ihr euch eigentlich schonmal gefragt, warum ich meine Homepage “portraitreportage” genannt habe? Ich liebe es Hochzeiten in Form einer Hochzeitsreportage zu begleiten. Aber genauso liebe ich es Hochzeitsportraits zu machen. Der Begriff “portraitreportage” vereint sozusagen das Beste aus beiden Welten. Wundervolle und individuelle Hochzeitsportraits sowie authentische und emotionale Hochzeitsreportagen. 

Wenn auch ihr Lust auf so eine Hochzeitsreportage habt, dann meldet euch einfach bei mir. Ich kenne noch einen guten Fotografen. Mehr Tipps für Brautpaare findet ihr hier.

Ich freue mich auf euch.

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